Im Saal des Park-Hotels in Rottach-Egern saßen Vorstände, Bereichsleiter und Unternehmer aus der Finanzbranche — und gingen mit der gleichen Botschaft nach Hause: Die KI ist längst kein Zukunftsthema mehr.
Veranstaltet von der macros consulting group und moderiert von Stefan Scheider (Bayerischer Rundfunk / ARD), spannten die Tegernseer Fachtage 2025 den Bogen von der wirtschaftlichen Großwetterlage bis zur konkreten Anwendung in den Geschäftsprozessen deutscher Banken und Versicherungen.
KI gegen Fachkräftemangel.
Im Service, in der Vertragsbearbeitung, in der Programmierung — überall dort, wo qualifizierte Hände fehlen, schließt KI Lücken, die in den kommenden Jahren nur größer werden. Die Frage in Rottach-Egern lautete nicht mehr ob, sondern wie schnell.
Heise zur Weltlage.
Prof. Dr. Michael Heise (HQ Trust) ordnete die globalen Risiken ein: Wachstumsdefizit Deutschland, Folgen einer möglichen Zollpolitik unter Trump, Konsequenzen für den europäischen Kapitalmarkt. Sein Plädoyer: weniger Strukturdebatte, mehr Anwendung.
Welpe: „Das haben wir schon immer so gemacht."
Prof. Dr. Isabell Welpe (TU München) zeigte KI-Anwendungsbeispiele aus Forschung und Praxis und stellte einen Satz in den Raum, der den meisten Teilnehmenden bekannt vorkam. Ihre These: Wer in der Transformation gewinnen will, muss diesen Satz aus seiner Organisationskultur entfernen.
Praxisbeispiel: Vertragsbearbeitung in einer Bank.
Bosbach als politischer Stargast.
Wolfgang Bosbach (CDU) brachte die politische Perspektive ein — pointiert, persönlich und mit dem Blick eines erfahrenen Parlamentariers auf die Reformbedarfe der Republik.
Was bleibt: ein Forum, in dem die Finanzindustrie an zwei Tagen ihre Themen sortiert. Und eine klare Erwartung an die TEFA 2026.